Frühling

Himmel Mond Kind

 




Himmel, Mond und Sterne
 
und die Geschichte vom kleinen Sterntaler

 
                                                                                               Foto/Bearbeitung  Jasmin

 


Himmel, Mond, Kind

William zeichnet den Mond, und ich setze ein Kind,
was sehen und hören kann. 

 

 

Es war einmal ein kleines  Mädchen
 Die Geschichte vom Sterntaler

dem waren Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz  geschenkt hatte.
 
 
Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld.
 Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: "Ach, gib mir etwas zu Essen, ich bin so hungrig." Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: "Gott segne dir's", und ging weiter. Da kam ein Kind das jammerte und sprach: "Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich es bedecken kann." Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror, da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: "Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben", und gab es auch noch hin.

 
 
 
                                         

Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte,
 
 fielen auf einmal die Sterne   vom Himmel  und es waren lauter harte, blanke Taler;   und ob es gleich sein Hemdlein  weggegeben, so hatte es ein neues  an, und das war von aller feinstem Leinen.
 Da sammelte es sich die Taler  hinein und war reich für sein Lebtag 


                 Ein Märchen der Gebrüder Grimm