Frühling

Frühling

Sterntaler






Es war einmal ........
Märchen
der Gebrüder Grimm


Ein kleines Mädchen, dessen Vater und Mutter gestorben waren. Die Eltern hatten
 ihr nichts hinterlassen und es
  war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, um dort zu wohnen

 und kein Bettchen mehr hatte, um darin zu schlafen.




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Irgendwann hatte es gar nichts mehr außer den Kleidern
auf dem Leib und ein Stück Brot in der Hand, welches
 Ihm ein gutes Herz geschenkt hatte.
Es war aber gut und fromm. Und so ist es auch so. Da begegnete ihm ein armer, alter Mann, der sprach:
"Ach bitte, ich bin so hungrig. Gib mir etwas zu essen!"
Da reichte es ihm das ganze Stück Brot und sagte:
"Gott segne dich!"
Und ging weiter.
Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: "Es friert mich so an meinen Kopf!

Bitte schenke mir etwas, womit ich ihn bedecken kann!
Da nahm es sein Mützchen ab und gab es ihm.
Und als es noch eine Stück gegangen war, kam wieder ein Kind, das hatte kein Leibchen an und fror. Da gab es ihm seins. Und noch ein Stück weiter, da bat eins um sein Röcklein und das gab es auch noch hin.
Endlich gelangte es in einem Wald und es war schon dunkel geworden. Da kam noch ein Kind und bat um ein Hemdchen. Das fromme Mädchen dachte:
"Die Nacht ist dunkel, da sieht mich niemand."
Und zog das Hemd ab.



 
Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel und lauter harte, blinkende Taler. Und auch wenn es sein Hemdlein weg gegeben, so hatte es ein neues und das war vom allerfeinsten Linnen.

Da sammelte es die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.






Das war das Märchen vom goldenen Sternenlicht.