Frühling

Der Mohn








Wie dort, gewiegt von Westen,
Des Mohnes Blüte glänzt!
Die Blume, die am besten
Des Traumgotts Schläfe kränzt;
Bald purpurhell, als spiele
Der Abendröte Schein,
Bald weiß und bleich, als fiele
Des Mondes Schimmer ein. 

Zur Warnung hört ich sagen,
Dass, der im Mohne schlief,
Hinunter ward getragen
In Träume schwer und tief;
Dem Wachen selbst geblieben
Sei irren Wahnes Spur,
Die Nahen und die Lieben
Hält' er für Schemen nur. 





„Man muß in einem Garten geboren sein, um mit Blumen zu sprechen“



In meiner Tage Morgen,
Da lag auch ich einmal,
Von Blumen ganz verborgen,
In einem schönen Tal.
Sie dufteten so milde!
Da ward, ich fühlt es kaum,
Das Leben mir zum Bilde,
Das Wirkliche zum Traum.




Seitdem ist mir beständig,
Als wär es nur so recht,
Mein Bild der Welt lebendig,
Mein Traum nur wahr und echt;
Die Schatten, die ich sehe,
Sie sind wie Sterne klar.
O Mohn der Dichtung! wehe
Ums Haupt mir immerdar! 

       Ludwig Uhland (1787-1847)






In Erinnerung













Nach meiner  Heimat zieht`s mich wieder

Es ist die alte Heimat noch

Die selbe Lust,  dieselben frohen Lieder

und alles ist ein andres doch








Am Waldessaume steht ne Hütte

die Mutter ging dort ein und aus

Jetzt sehen fremde Menschen aus den Fenstern

es war einmal mein Elternhaus...













Die Quellen rauschen wie vor Jahren

Im Walde springt wie einst das Reh

Von ferne h
ört ich Heimatglocken läuten

die Berge spiegeln sich im See
.












Mir ist als rief es aus der Ferne

Flieh, flieh und kehr nie
 mehr zurück

Die du geliebt sind alle l
ängst gestorben

die du geliebt sind l
ängst nicht mehr